Tradition trifft modernes Wassermanagement

Dorf im grünen Herzen der Niederlande

Backsteinhäuser, Windmühlen, historische Kirchen und viel Wasser – Bodegraven ist ein typisch holländisches Dorf, das sich trotz ihrer 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner einen romantisch-charmanten Charakter erhalten hat. Bodegraven liegt im Zentrum der Niederlande zwischen den vier Großstädten Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht, gehört zur Gemeinde Bodegraven-Reeuwijk. Unternehmen in Bodegraven sind wichtige Akteure unter anderem in den Bereichen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Logistik, Bauwesen und technische Dienstleistungen.

Moderne Entwässerung für ein klimaresilientes Dorf

Entwässerungs- und Wassermanagement spielen in Bodegraven aufgrund der geographischen Lage und dem feucht-kühlen Klima, das auch eine Materialermüdung von Entwässerungseinrichtungen begünstigt, eine zentrale Rolle. Um das Dorf auch künftig vor Hochwasser zu schützen und Überflutungen vorzubeugen wurde kürzlich im historischen Dorfkern mit umfangreichen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen begonnen. Unter anderem hat die Gemeinde damit begonnen, die in der Fahrbahn verlegten Entwässerungsrinnen zu ersetzen.

Neue Systeme sichern die Infrastruktur

Lose aneinander verlegte, beschädigte Entwässerungsrinnen im Innenstadtbereich, verursacht durch Witterungseinflüsse, mechanische Belastung von Fahrzeugen sowie Bodensenkungen durch das Absinken des weichen Torfbodens, führten in der Gemeinde zu Stolpergefahren, Klappergeräuschen durch lose eingelegte Gusseisen-Rinnenabdeckungen, Undichtigkeiten und Unterspülungen. Die Folge: erhöhte Unfallgefahr für Fußgänger, Beeinträchtigung der Kanalfunktion, erhöhter Unterhaltungsaufwand und mögliche Überschwemmungen bei Starkregen.

Sanierung von Entwässerungsrinnen in Straßen mit Fußgänger- und Autoverkehr

Wie komplex die Sanierung von Entwässerungslösungen ist, wissen auch die für diesen Bereich zuständigen Mitarbeiter der Gemeinde Bodegraven. Dabei spielt die Ausführung der Sanierungsmaßnahme vor Ort durch ein Fachunternehmen die wichtigste Rolle, gleichwohl sind im Vorfeld der Arbeiten viele administrative Aufgaben zu erledigen. Dies gelingt der Gemeinde Bodegraven vorbildlich.

Die Sanierung der Entwässerungsrinnen erfordert eine sorgfältige Planung und abgestimmte Bauabläufe. Ziel ist es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, die Funktionsfähigkeit der Entwässerung wiederherzustellen und gleichzeitig die Auswirkungen auf den Alltag so gering wie möglich zu halten. Deshalb wird nur in jeweils einer Straße gearbeitet. Die gesamten Arbeiten werden, laut Zeitplan des Bauunternehmens, in einem Zeitraum von 22 Wochen in Bauabschnitten zu je 40 bis 80 Meter Länge durchgeführt. So können Teile der Rinne saniert werden, während andere Abschnitte geöffnet bleiben.

Der Arbeitsablauf ist in den Straßen Bodegravens mit Fußgänger- und Autoverkehr nahezu immer gleich. Zunächst werden Teile des Pflasters aufgenommen, die veralteten, zum Teil beschädigten Entwässerungsrinnen demontiert und gegen neue, monolithische Hydrotec-Entwässerungsrinnen ausgetauscht. Seit Februar diesen Jahres wurden bzw. werden insgesamt 640 Meter HYDROblock 150 verbaut. So werden seit Beginn der Maßnahmen im Jahr 2024 insgesamt rund 1.100 Meter Entwässerungsrinnen HYDROblock 150 geliefert bzw. eingebaut.

Entwässerungsrinne HYDROblock®, monolithisch und robust

Entwässerungsrinnen des Typs HYDROblock®, hier in der Ausführung DN 150 mit einem Einlaufquerschnitt von 519 cm²/m, bieten bereits bei der Logistik auf der Baustelle und bei dem Transport wesentliche Vorteile. Die Rinnenelemente mit einer Baulänge von 1.000 mm, einer Höhe von 225 mm und einem Gewicht von ca. 50 kg lassen sich problemlos einbauen. Vorteilhaft ist die Installation dieses Linienentwässerungssystems auch hinsichtlich der monolithischen Bauweise, die durch den Verzicht auf Losteile einen klapperfreien Betrieb gewährleistet.

Aufgrund des Materials EN-GJS -500 (duktiles Gusseisen) hat das Rinnensystem gegenüber anderen Werkstoffen auch wesentliche Vorzüge in Bezug auf Materialermüdung, gerade im Schwerlastbereich. Die monolithischen Rinnenkörper sind prädestiniert für hohe Belastungen, auch bei Querüberfahrung. Das robuste System ist bis zur Belastungsklasse F 900 gemäß DIN EN 1433 einsetzbar. Passende Revisionselemente ermöglichen die einfache Wartung und Reinigung.

Ein weiterer Vorteil der Elemente ist die einfache Verlegung. Die HYDROblock® benötigt, in Einbausituationen wie in Bodegraven, keine Betonummantelung und aufwendige Einbauschalung. Das kann bis zu 55 % der Arbeitskosten einsparen. Dank des Steckmuffensystems lässt sich die Entwässerungsrinne wie ein Rohr durch Spitzende und Muffe verbinden. Dies ermöglicht eine volle Kompatibilität mit handelsüblichen KG-Rohren. Die integrierte NBR-Muffendichtung am Rinnenstoß sichert auch bei möglichen Setzungen die Dichtheit des Rinnensystems. Dank der durchdachten Konstruktion kann die HYDROblock® Entwässerungsrinne direkt angepflastert, anbetoniert oder anasphaltiert werden, unabhängig von der Belastungsklasse.

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Yvonne Brouwer-Lieftink
Directeur / General Manager

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